{"id":21,"date":"2009-06-23T09:04:00","date_gmt":"2009-06-23T09:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/v2.donaurun.de\/?p=21"},"modified":"2015-01-19T08:58:49","modified_gmt":"2015-01-19T08:58:49","slug":"iller-radweg-140-kilometer-in-zwei-tagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/donaurun.de\/?p=21","title":{"rendered":"Iller-Radweg &#8211; 140 Kilometer in zwei Tagen"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Martin Braitsch und J\u00fcrgen M\u00fcller aus Aulendorf laufen zwei Tage auf dem Iller-Radweg <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: small;\"><b><a href=\"http:\/\/test.donaurun.de\/blog\/Local\/Berichte\/Bericht%20Iller%20radweg%20Lauf.pdf\" target=\"_blank\">Auszug aus Schw\u00e4bische Zeitung, Dienstag 23. Juni 2009<\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>AULENDORF\/OBERSTDORF\/ULM (sz) &#8211; Zwei Aulendorfer sind 140 Kilometer des Iller-Radweges an zwei Tagen gelaufen. Damit pflegten J\u00fcrgen M\u00fcller und Martin Braitsch wieder eines ihrer liebsten Hobbys: das Laufen. <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man schon einige Jahre seine Freude an seinem Hobby, dem Laufen, hat und sich dann eine Krankheit ein- stellt, die das eigene Leben infrage stellt, wird man wohl zun\u00e4chst andere Priorit\u00e4ten setzen. \u00c4hnlich erging es dem Aulendorfer Martin Braitsch, Va- ter von drei Kindern. Nachdem seine Krebserkrankung mit zweifacher Che- motherapie erfolgreich behandelt werden konnte und er bei einem an- schlie\u00dfenden Kuraufenthalt im Allg\u00e4u Ende 2008 den Iller-Ursprung nahe Oberstdorf besuchte, reifte bei dem passionierten L\u00e4ufer eine Idee.<!--more--><br \/>\nAn dieser Stelle, an der sich die Fl\u00fcsschen Breitach, Stillach und Tret- tach zur Iller vereinen, beginnt der Iller- Radweg, der mehr als 140 Kilometer lang ist, bis die Iller bei Ulm in die Do- nau m\u00fcndet. Eine landschaftlich reiz- volle Strecke, die zudem durch die N\u00e4he zur Iller und den Radweg hervor- ragend gekennzeichnet ist \u2013 und zwar mit den entsprechenden Entfernungs- angaben alle 200 Meter bis zur M\u00fcn- dung bei Ulm.<br \/>\nVielleicht hat man ja nach Bezwin- gung einer derart bedrohlichen Er- krankung eine andere Sichtweise f\u00fcr manche Dinge, einen \u00dcberschuss an neuer Lebensenergie, sch\u00e4tzt das Le- ben anders als zuvor. Jedenfalls war das Vorhaben definiert: Diesen Rad- weg zu Fu\u00df zu absolvieren, war das Ziel \u2013 in zwei Etappen. Wenn man wei\u00df, dass Martin Braitsch schon ein- mal die etwa 95 Kilometer von T\u00fcbin- gen nach Aulendorf in reichlich zehn Stunden allein gelaufen ist, sind wohl jegliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens fehl am Platz&#8230;<br \/>\nDa es nicht so viel Spa\u00df macht, so etwas allein anzugehen, fand er in dem Aulendorfer J\u00fcrgen M\u00fcller einen interessierten Lauffreund, mit dem er in den vergangenen Jahren schon so einige Trainingskilometer gemeinsam absolviert hatte. J\u00fcrgen M\u00fcller jedoch hatte noch keine Erfahrung mit Ultra- l\u00e4ufen, also L\u00e4ufen, deren L\u00e4nge sich auf mehr als die traditionelle Mara- thonstrecke von 42,195 Kilometern erstreckt.<br \/>\nAlso stand am Anfang eine sehr ausgiebige Vorbereitung auf dem Pro- gramm: Fast drei Monate trainierten beide f\u00fcr ihr Vorhaben. Selbst L\u00e4ufe jenseits der Marathonstrecke wurden an den Wochenenden absolviert, un- ter anderem 125 Runden oder 50 Kilometer im Stadion. An der Ernsthaftigkeit des geplanten Vorha<\/p>\n<figure id=\"attachment_28\" aria-describedby=\"caption-attachment-28\" style=\"width: 123px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/v2.donaurun.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2B2015-01-13-2Bum-2B10.00.33.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-28 size-medium\" src=\"http:\/\/v2.donaurun.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2B2015-01-13-2Bum-2B10.00.33-123x300.png\" alt=\"Bildschirmfoto-2B2015-01-13-2Bum-2B10.00.33\" width=\"123\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/donaurun.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2B2015-01-13-2Bum-2B10.00.33-123x300.png 123w, https:\/\/donaurun.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2B2015-01-13-2Bum-2B10.00.33.png 359w\" sizes=\"(max-width: 123px) 100vw, 123px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-28\" class=\"wp-caption-text\">J\u00fcrgen M\u00fcller (links) und Martin Braitsch sind an zwei Tagen 140 Kilometer des Iller-Radweges gelaufen.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">habens konnte man keinerlei Zweifel hegen.<br \/>\nAm Freitag, 12. Juni, war es so weit: Mit zwei Autos fuhren die M\u00e4n- ner los und deponierten alle zehn Kilo- meter entlang der Strecke Verpfle- gungsbeutel. Ein Auto deponierten die beiden in Ulm, das zweite auf hal- ber Laufstrecke an der Pension f\u00fcr die \u00dcbernachtung am Folgetag in Lau- trach\/Illerbeuren. Dort zogen sie sich die Laufsachen f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag an und fuhren mit dem Zug nach Oberstdorf.<br \/>\nErster Tag: Samstag, 13. Juni, Oberstdorf \u2013 Lautrach (80 Kilometer): Beide starteten um 7.30 Uhr. Verein- bart war, dass jeder sein eigenes Tempo l\u00e4uft. Die Daten auf der Sport- uhr wiesen am ersten Tag 1585 Meter An- und 1773 Meter Abstiege aus, also fast 200 Meter Anstieg pro zehn Kilo- meter. Braitsch erreichte nach 7,31 Stunden das erste Etappenziel bei Kilo- meter 80 auf dem \u00fcberwiegend nicht asphaltierten Radweg. M\u00fcller ben\u00f6- tigte 8,59 Stunden. Am Abend waren die Beine schwer und wurden mit Muskelfluid eingerieben.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Beine sind schwer<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweiter Tag: Sonntag, 14. Juni, Ai- trach \u2013 Ulm (60 Kilometer): Start war um 7.30 Uhr. Nat\u00fcrlich waren die Beine noch immer schwer. Auch be- z\u00fcglich der H\u00f6henmeter (1300 Meter An- und 1500 Meter Abstieg) war das zweite Teilst\u00fcck mit \u00fcber 200 Metern Anstieg pro zehn Kilometer nicht fla- cher. Dazu erschwerten schw\u00fcles Wetter, Sonnenschein und Tempera- turen bis 28 Grad den Lauf. Das K\u00fchlen von Kopf und H\u00e4nden in der Iller half. Gut funktionierte das Auffinden der Verpflegungsbeutel. Nur einmal war dieser verschwunden. Beide erreich- ten ihr Ziel: Braitsch ben\u00f6tigte 5,37 Stunden bis Ulm (gesamt 13,08 Stun- den), und M\u00fcller kam nach 6,58 Stun- den (gesamt 15,57 Stunden) an der M\u00fcndungsstelle bei Kilometermarke 0,0 an. Dort ist eine weitere Entfer- nungstafel angebracht, die die Zahl 2588,0 tr\u00e4gt \u2013 die Entfernung in Kilo- metern vom M\u00fcndungspunkt der Iller in die Donau bis zur M\u00fcndung der Donau ins Schwarze Meer. Man k\u00f6nnte auch in Donaueschingen (2850 Kilo- meter) oder in Furtwangen (2888 Kilo- meter) starten, um den Flusslauf abzu- laufen. Darauf angesprochen, ob man das nicht auch in Angriff nehmen k\u00f6nnte, wollte J\u00fcrgen M\u00fcller nichts wissen. Verst\u00e4ndlich, zumal er erst seinen ersten \u2013 genauer: seine ersten beiden Ultral\u00e4ufe \u2013 absolviert hatte und diese erst verdauen muss.<\/p>\n<div title=\"Page 1\">\n<div>\n<div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<div title=\"Page 1\">\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Braitsch und J\u00fcrgen M\u00fcller aus Aulendorf laufen zwei Tage auf dem Iller-Radweg Auszug aus Schw\u00e4bische Zeitung, Dienstag 23. Juni 2009 AULENDORF\/OBERSTDORF\/ULM (sz) &#8211; Zwei Aulendorfer sind 140 Kilometer des Iller-Radweges an zwei Tagen gelaufen. Damit pflegten J\u00fcrgen M\u00fcller und Martin Braitsch wieder eines ihrer liebsten Hobbys: das Laufen. 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